Unsere Körperhaltung entscheidet über die Länge und die Qualität unseres Lebens. Wussten Sie das? Umso wichtiger ist es, sich aktiv um eine gute Körperhaltung zu kümmern.

Alltagsmedien als Stressoren

Der Gebrauch von Tablets und Handys ist aus dem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken. Leider führt das in Kombination mit zu wenig Bewegung und zu langem Sitzen bei den meisten Menschen langfristig zu einer Haltungsveränderung mit Kopfvorhalte. Dies betrifft Menschen aller Altersklassen.

Immobilität führt zur Haltungsdegeneration

Ein normaler erwachsener Kopf wiegt zwischen 5-6kg. Das ist ungefähr das Gewicht einer Bowlingkugel. Unsere Wirbelsäule ist so konzipiert, dieses Gewicht aufrecht ohne Probleme zu tragen. In der Kopfvorhalte wird die Belastung auf die Halswirbelsäule und deren Muskeln, Bänder und Gewebe deutlich höher.  Das erhöht die Last, die Spannung und den Stress, mit dem Ihre Wirbelsäule fertig werden muss, um ein Vielfaches.

Kinder entwickeln „Hörner“

Ein Studie aus 2019 beschreibt eine dramatische Entwicklung bei jungen Erwachsenen, denen aufgrund ihrer schlechten Kopfhaltung knöcherne Anbauten am hinteren Schädel gewachsen sind, um die Last des Kopfes nach vorne zu halten.7

knöcherne Hornbildung am Hinterhaupt. (7)

Auswirkungen auf die Gesundheit

Unser Gehirn steuert unseren gesamten Körper. Dabei ist es auf Informationen aus dem Körper angewiesen, um zu wissen, was wo zu tun ist. Diese Informationen holt es sich zu 90% aus der Bewegung der Wirbelsäule und dabei zu 50% aus der Bewegung der oberen Halswirbelsäule! Mit anderen Worten: Je schlechter Ihre Wirbelsäulenbeweglichkeit (insbes. die der Halswirbelsäule), desto schlechter kann Ihr Gehirn Ihren Körper steuern. Das führt langfristig zu Krankheiten und Beschwerden vielfältiger Art. Eine schlechte Körperhaltung führt zu eben genau dieser Immoblität Ihrer Wirbelsäule.

Ihr Gehirn als zentrale Steuerinstanz

Eine schlechte Körperhaltung und damit verbundene schlechte Informationsweiterleitung aus unserem Körper hat direkten Einfluss auf die Arbeit unseres vorderen Großhirnanteils, den Frontallappen. Dieser hat mehrere Aufgaben, unter anderem ist er verantwortlich für die Empathiebildung, den „inneren Sinn“, die Impuls- und Emotionsregulation, und die Koordination der Körperabläufe. In ihm entsteht das Moralverständnis, die Intuition (Bauchgefühl) und die Fähigkeit, situationsangepasst zu kommunizieren. Außerdem ist er für die Angstregulation verantwortlich.

Der Frontallappen

Wenn Ihr Gehirn, insbesondere der Frontallappen aufgrund einer haltungsbedingten Fehlsteuerung nicht optimal arbeiten kann, können vielfältige Krankheitsbilder entstehen. Ihr Gehirn gerät aus dem Gleichgewicht. Nicht selten haben hier emotionale Störungen wie Ängste, Autismus oder AD(H)S aber auch körperliche Probleme wie z.B. Schmerzen oder organische Fehlfunktionen ihre Ursache.6

Wie kann Chiropraktik helfen?

Ich sehe in meiner Praxis immer mehr Menschen mit den oben genannten Problemen. Dabei wächste der Anteil an Jugendlichen und jungen Erwachsenen stetig. So gut wie alle zeigen eine entsprechend schlechte Körperhaltung.

Die sanften, zielgerichteten chiropraktischen Justierungen der Wirbelsäule hat einen direkten Einfluss auf Ihre Gehirnfunktion. Der Körper kann besser arbeiten und sich um seine Baustellen kümmern. Dies ist das Alleinstellungsmerkmal der modernen Chiropraktik. Bei fast allen Patienten in meiner Praxis verbessert sich die Körperhaltung, was einen positiven Effekt auf die körperliche und emotionale Gesundheit der meisten Menschen hat.

Eine bessere Haltung als Voraussetzung für eine verbesserte Gehirnfunktion

Warten Sie nicht, bis größere Probleme entstehen. Lassen Sie sich und Ihre Kinder justieren. Denn die Gesundheit und die Funktion Ihrer Wirbelsäule und der Ihrer Kinder haben einen signifikanten Einfluss auf Ihre und dessen Lebensqualität in der Zukunft!

Quellen:

(1) Wirth, B et al: Respiratory dysfunction in patients with chronic neck pain – influence of thoracic spine and chest mobility. Man Ther. Oct 2014; 19(5): 440-444.

(2) Bradley H.; Esformes J.: Breathing pattern disorders and functional movement. Int. J. Sports Phys Ther. Feb2014; 9(1): 28-39.

(3) Nair, S. et al: Do slumped and upright postures affect stress responses? A randomized trial. Health Psychol. Jun 2015; 34(6): 632-641.

(4) Aartun, E. et al: Spinal pain in adolescents: prevalence, incidence, and course. BMC Musculoskelet Disord. 2014; 15: 187.

(5) Hestbaek, L. et al: The course of low back pain from adolescence to adulthood. Spine. Feb 15 2006; 31(4): 468-472.

(6) Siegel, Dan, Dr.: Pocket Guide to Interpersonal Neurobiology

(7) https://www.nzherald.co.nz/lifestyle/news/article.cfm?c_id=6&objectid=12241706&fbclid=IwAR0p0Yr6QzBNNdmHzwhZQzNzlWU4KTI6HUCR7UjTxO9SCf5IwXDAoxX2l1Q

Bildquellen: 123rf, eigene

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