Du wirst nie einen Regenbogen finden, wenn du nach unten schaust!

Warum eine gute Haltung lebenswichtig ist

Unsere Haltung ist meistens ein vernachlässigter Aspekt unserer Gesundheit. Dabei ist sie absolut lebenswichtig.

Menschen mit schlechter Haltung bekommen in der Regel irgendwann Nacken- oder Kopfschmerzen. Und Menschen mit Nackenschmerzen haben oft Probleme mit der Atmung. Das kann ihren Alltag und ihre Funktionsfähigkeit beeinflussen.

Das Problem hört hier nicht auf. Denn die Art und Weise, wie Sie atmen, hat einen unmittelbaren, sehr wichtigen Einfluss auf Ihre Haltung und die Wirbelsäulenstabilisation.

Ihre Haltung beeinflusst Ihre Stimmung

Eine schlechte Haltung hat auch Einfluss auf andere Gesundheitsaspekte. Laut einer Studie³ führt eine gute aufrechte Haltung u.a. zu einem höheren Selbstwertgefühl, einer besseren Gemütslage, weniger Angst und einer verbesserten Fähigkeit mit Stresssituationen umzugehen. Eine gute Haltung ist also nicht nur wichtig für gesundes Atmen, sondern beeinflusst auch Ihre Emotionen und Psyche.

Der „Handynacken“

Ein immer größer werdendes Problem heutzutage ist die dramatische Zunahme von Menschen mit deutlicher Kopfvorhalte. Inzwischen ist das so „normal“ geworden, dass das Phänomen inzwischen einen eigenen Namen hat: „Text neck“ oder „Handynacken“. Ich sehe in meiner Praxis immer mehr v.a. junge Menschen mit Nackenschmerzen, weil sie vermehrt Smartphones und Tablets benutzen.

Normalerweise sitzt der Kopf direkt über der Wirbelsäule. Keiner möchte seinen Kopf langfristig vor der Wirbelsäule tragen müssen. Ein normaler Kopf wiegt zwischen 5-6kg. Das ist ungefähr das Gewicht einer Bowlingkugel. Unsere Wirbelsäule ist so konzipiert, dieses Gewicht aufrecht ohne Probleme zu tragen. In der Kopfvorhalte wird die Belastung auf die Halswirbelsäule und deren Muskeln, Bänder und Gewebe deutlich höher.  Das erhöht die Last, die Spannung und den Stress, mit dem Ihre Wirbelsäule fertig werden muss, um ein Vielfaches (siehe Abbildung).

 

Nackenschmerzen sind oft keine „Wachstumsschmerzen“

Nackenschmerzen im Kindes- und Jugendalter sollten nicht als „Wachstumsschmerz“ abgetan werden.4 Es geht eben oft nicht von selbst wieder weg. Kinder, die Wirbelsäulenprobleme und –schmerzen im Teenageralter entwickeln, werden auch Wirbelsäulenschmerzen im Erwachsenenalter haben. Kinder, die Schmerzen in mehreren Wirbelsäulenbereichen haben, werden als Erwachsene auch Probleme in mehreren Bereichen bekommen.4

Was kann ich für mich und mein Kind tun?

Das Beste ist also, dieses Problem bereits im Kindesalter im Keim zu ersticken und frühzeitig zu beseitigen. Eben, damit es kein lebenslanges Problem wird. Die Gesundheit und die Funktion der Wirbelsäule Ihres Kindes haben einen signifikanten Einfluss auf dessen Lebensqualität in der Zukunft!

Eine einfache Lösung ist, Ihre Kinder beim Gebrauch des Tablets auf dem Bauch liegen zu lassen. Dies macht es unmöglich für sie, den Kopf nach vorne hängen zu lassen. Auch das Halten des Smartphones oder Tablets auf Augenhöhe ist besser für die Wirbelsäule.

Achten Sie auf die Gewohnheiten Ihrer Kinder. Sprechen Sie mit ihnen über die Wichtigkeit einer guten Haltung und einer gut funktionierenden Wirbelsäule für ihre Gesundheit. Feste Zeiten für die Handynutzung sind ebenfalls sinnvoll.

Chiropraktik kann helfen!

Lassen Sie Ihre Kinder von einem Chiropraktiker checken. Meine Erfahrung zeigt, dass regelmäßige chiropraktische Justierungen die Haltung bei fast allen Menschen in meiner Praxis deutlich verbessern. Eine aufrechte Haltung bedeutet ein gesünderes Leben. Nicht nur für Ihre Kinder, sondern auch für Sie! Damit Sie und ihre Kinder wieder Regenbögen sehen können.

 

 

Quellen:
  1. Wirth, B et al: Respiratory dysfunction in patients with chronic neck pain – influence of thoracic spine and chest mobility. Man Ther. Oct 2014; 19(5): 440-444.
  2. Bradley H.; Esformes J.: Breathing pattern disorders and functional movement. Int. J. Sports Phys Ther. Feb2014; 9(1): 28-39.
  3. Nair, S. et al: Do slumped and upright postures affect stress responses? A randomized trial. Health Psychol. Jun 2015; 34(6): 632-641.
  4. Aartun, E. et al: Spinal pain in adolescents: prevalence, incidence, and course. BMC Musculoskelet Disord. 2014; 15: 187.
  5. Hestbaek, L. et al: The course of low back pain from adolescence to adulthood. Spine. Feb 15 2006; 31(4): 468-472.
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